Wissen über die Natur – von früher Normal zu heute Spezial
Noch vor 30 Jahren war es völlig normal, dass ein Kind den Unterschied zwischen einer Fichte und einer Tanne kannte, ohne dafür eine App öffnen zu müssen. Haustiere waren Mitbewohner, keine Kuscheltiere mit Instagram-Account, und Nutzpflanzen wuchsen im Garten hinterm Haus, nicht in der Plastikschale im Supermarkt. Sogar Lehrer verfügten über ein solides Allgemeinwissen über das, was draußen krabbelt und blüht.
- Haustiere und Nutzpflanzen / Kräuter waren im Familienalltag eingebunden
- Lehrer hatte normales Allgemeinwissen über Bäume, Pflanzen und Tiere
Heute? Wenn ein Kind im Biologieunterricht eine „alte bayerische Landrasse“ hört, denkt es eher nicht an eine alte Hühnerrasse, die im kalten Winter auch Außen überleben kann. Das Wissen über unsere heimische Flora und Fauna ist aus den Lehrplänen fast so gründlich verschwunden wie die Arten selbst. Wenn die Lehrkraft nicht zufällig in ihrer Freizeit im Wald schläft oder hobbymäßig Jäger ist, wird es im Klassenzimmer dünn.
Erde unter den Fingernägeln
Woher soll die nächste Generation also wissen, „wie Natur funktioniert“?
Die Vision: Erhalt von alten Arten
Wir reden hier nicht von EU-regulierten Einheitsnormen, sondern vom Erhalt unserer alten, echten Arten.
Unabhängig von Brüsseler Bürokratie geht es um den Schutz und die Zucht von Tier- und Pflanzenarten, die kurz vor dem Vergessen stehen.
Das Ziel: (Schul-)Bauernhof
Unser Ziel ist der Aufbau eines (Schul-)Bauernhofs. Ein Ort, an dem:
- Alte deutsche Tierrassen wieder ein Zuhause finden
- Die Natur zu den Kindern kommt oder wir die Kinder dorthin bringen, wo es noch echte Erde gibt – Projekt Erde unter den Fingernägeln
- Schulungen und Vorführungen Begeisterung wecken, statt Gähnen zu ernten
Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines (Schul-)Bauernhofs zum Schutz, der Erhaltung & Zucht von alten deutschen (vor allem bayerischen) Tier- und Pflanzenarten – und dieses Wissen mit Begeisterung an Kinder z.B. über Kindergarten-Schulungen und Schulvorführungen weiterzugeben.
Die Kinder gehören in die Natur oder die Natur muss zu den Kindern kommen!
Und zur Natur und Kindern gehören Märchen und Sagen. Sie sind die „alten Arten“ der Literatur – sie wurzeln tief in unserer europäischen Seele und erklären die Welt oft besser als jedes Statistik-Tool.
